2012-05-31
2012-05-30
Sex(work)shop für Frauen
Neulich in einem Flyer:
Wie nah ist Dir deine sexuelle Seele?
Welcher Ausdruck deines Körpers gefällt ihr?
Was zieht sie an?
Was beglückt Euch?
Wir wollen uns unserer Seele widmen.
Durch:
Scharmanische Reisen
Übungen zur weiblichen Ejakulation
Bauen eines rituellen Gegenstandes aus Ton und Erde
Meditation und Yoga
Aphrodisierende Getränke und Gerichte
Wir werden draußen sein, in Zelten schlafen und am Feuer kochen.
Kosten: 150-180 Euro
Nach eigener Einschätzung
Können die nicht einfach mal nur ficken?
2012-05-25
Chinesenpuppe
Ich hatte als Kind eine Chinesenpuppe. Die war klein aus Gummi und wenn man ihr von oben in den Kopf drückte, stellte sie die schwarzen Haare auf und sie sanken langsam wieder runter. Ansonsten war die Puppe ziemlich langweilig.
An ihre Lippen kann ich mich nicht mehr erinnern. Ihr auf den Kopf zu drücken, das machte mich sehr glücklich. Ich wusste damals allerdings noch nicht, dass es als unschick gilt, Chinesen auf den Kopf zu drücken.
Ich fürchte, ich wusste damals noch nicht einmal, was ein Chinese ist oder warum ein Chinese ein Chinese ist.
Asiaten begegneten mir erst ca. zwei Jahre später in größeren Mengen. Selbstverständlich entschuldige ich mich heute dafür stellvertretend bei allen Chinesen. Besser gleich auch noch bei allen Japanern, denn je mehr ich darüber nachdenke, womöglich war die Chinesenpuppe ja auch vielleicht eine Japanerpuppe.
Eine Negerpuppe hatte ich übrigens auch. Die hieß damals auch Negerpuppe. Wie Sarotti-Mohr auch Sarotti-Mohr hieß. Farbiges Baby kam erst später. Milka auch.
2012-05-18
Unterschiede
Manche Männer erwähnen im Gespräch nebenbei „meine Freundin” oder „meine Frau” und es hört sich so richtig an, so stolz, als wäre sie das Glück im Hinterhalt, das voller Relevanz sein Leben begleitet, selbst wenn sie gar nicht anwesend ist in diesem einen Moment. Und man weiß schon beim Zuhören, die sind beide richtig und wichtig für einander und es gibt keinerlei Zweifel an dieser Zugehörigkeit.
Und dann gibt es Männer, die sagen „meine Frau/Freundin” mit einer Beiläufigkeit als wäre sie weniger wert als eine Nebensache, ein lediglicher Ist-Zustand und wären seine Worte wie Wasser, das sie, als Pflanze am Leben erhalten sollte, dann ahnt man ihren frühen trockenen Pflanzentod in seinen Worten.
Labels: creezy und wie sie die welt sah
2012-05-16
Schwer geteebeutelt
Köstlicher Artikel auf Spiegel online hinsichtlich dieser unsäglichen Wellnessfoodindustrieschwachheiten.
Labels: humor for today
2012-05-11
ars moriendi
Die Kunst zu sterben. Ein Artikel über das Kochen für sterbende Menschen. Guter Artikel. Vermutlich ahnt man zu selten wichtige Belanglosigkeiten, wenn im eigenen Umfeld gestorben wird. Denn, wer teilt schon seine Erfahrungen mit dem Tod mit uns, ist man erst einmal gestorben?
Labels: abschied, dies und das
2012-05-10
Die Frage ist …
ab wann ist eigentlich zu viel Ikea in einer Wohnung? Aufgrund der milden Gaben meiner reizenden Freunde, ist der Zuwachs ja längst nicht mehr nur auf die Küche beschränkt – für ausreichend Ikea im Bad sorgte ich selber – und im Grunde ist der Schwede jetzt omnipräsent in jeden Raum eingezogen. Dass Essensaufbewahrung in Ikea-Plastikbehältern eine feine strukturierte Sache für sich ist, die zudem auch noch formschön daher kommt (solange das Essen auch formschön daher kommt eine nicht zu unterschätzende Eigenschaft), ist sicherlich nicht nur bei mir eine eingezogene Tatsache. Und Ikea-Bettwäsche, weil ohne Knöpfe und in Sondermaßen gut finanzierbar, wohnt eh längst im Schlafzimmer.
Gefühlt habe ich in den letzten Tagen (mit toller Hilfe) ganz viele Capita-Beine in 21 cm Länge an die geschenkten Faktumschränke angeschraubt (Eckschränke stehen nämlich besser auf acht Beinen). Die Beine sind natürlich in meiner Situation der absolute Luxus. Aber ich stand heute früh wieder so begeistert in der Küche, wo auf der einen Seite noch Waschmaschine, alte Spüle und Herd auf normaler Industrienormungshöhe ihre Dienste anbieten, während auf der anderen Seite die bereits höher gelegten Schränke aufwarten. Und sobald ich vor diesen stehe, merke ich, wie sich im Lendenwirbelbereich eine sanfte Streckung vollzieht, sich die Haltung ändert und durch den gesamten Körper eine direkt fühlbare Entspannung schleicht. Ich werde diese Küche lieben. Alleine schon aufgrund ihrer Höhe!
Ich überlege, wie viel Gesundheitskosten vor allem hinsichtlich der Rückenerkrankungen könnte man in diesem Land einsparen, würde man bei eben jener Normung endlich berücksichtigen, dass die Menschheit in den letzten Jahren durchschnittlich größer geworden ist oder aber wenigstens Menschen ab 180 cm Körperlänge (wer will auch schon vorher) einen finanzierbaren Alltag entsprechend ihres Körperbedarfs offerieren?
Capita in lang macht übrigens eine schlanke Küche und ich werden sie unten herum dementsprechend offen lassen, schon alleine, weil die Katzen deutlich signalisiert haben, dass sie die untertunnelten Schränke als eine prima Mäusejagdarena empfinden. Und Käse und Mäuse und Katzen gehören in jede Küche. Weiß man ja!
Gestern war ich wieder auf einen HotDog und Getränk beim Schweden, Schrauben holen. (Nein, sie waren mit Sicherheit im Paket, ich habe sie lediglich verbummelt.) Ikea-Support-Mitarbeiter sagen grundsätzlich „na, mal gucken, ob ich die überhaupt da habe.“ Ich gehe mittlerweile davon aus, das machen die vorsätzlich. Irgendjemand filmt die Kundengesichter, wenn sie dann unentspannt am Counter stehen und womöglich glauben, die hätten wirklich keine der 08/15-Schrauben im hinteren Bereich in den kleinen Schubladen. Mich foppt Ihr nicht. Mehr!
Labels: creezy und wie sie die welt sah
