2009-11-20

Präparieren

Herr Exit kochte bereits letzten Sonntag sein blogkochshow '09-Menü und legte mit seiner Bratapfeltorte die Latte ziemlich hoch. Vorher servierte er eine entzückende Möhrentarte, der olle Bäckerkönig, danach Lachspasta mit Grapefruit-Weißweinsoße Niveaumäßig ebenso hoch kochten die Jungs von Northerndelight mit Orangen-Möhrencreme, Lammrücken mit Walnusskruste und Grapefruit-Prosecco-Gelee. Die haben das Making-Of sogar gefilmt! Da kann man nicht meckern.

Heute haben sich Julius und Spontiv himself an den Herd begeben – und wie: Estragon-Karotten-Tomaten-Suppe, zarte Butterbohnen an Putenmedaillons mit Süßkartoffel-Walnuss-Püree und abschließend ein Rübli-Brownie an karamellisierter Grapefruit-Mousse und Vanillesoße bei Julius. Herr Spontiv behauptet (noch), er könne nicht mehr kochen. Ich glaube ihm das nicht und wette, er wird uns genau wie letztes Jahr mit seinem veröffentlichten Menü den Rest geben.

Bleiben also noch die Frauen in der Runde übrig. Frau Indica, Frau Bhuti und Madame Jekylla, die, soweit ich weiß, am Samstag die Küchenfenster beschlagen lassen. Ich für meine Wenigkeit, habe das heute schon getan und die Vorbereitungen getroffen für mein morgiges blogkochshow-Event. Es wird lustig, sage ich Ihnen! Herr Foxxi, der morgen mein herzlich gerne gesehender bloggender Gast sein wird, nimmt nämlich nur für dieses Dinner schon seit drei Monaten ab wie Kate Moss am Grashalm kauend.



So wanderten heute eine Hälfte der Vanilleschote zusammen mit Sternanis, Nelke und Zimt in einen anständigen Schluck Orangenlikör zum vergnügt vor sich hinziehen. Und damit mein Kühlschrank auch richtig sein fröhlichfeuchtes Vergnügen haben kann und es ihm nicht mit den dunklen Gestalten langweilig wird, wanderten ein paar der Deko-Physallis angeritzt hinterher und schunkeln in der Runde vor sich hin. Sage bitte keiner, ich kümmere mich nicht um meine Discounter-Ware!

2009-11-19

Aus lauter Langeweile …

habe ich mir heute zur Abwechslung die Zähne sandstrahlen lassen.

2009-11-18

Suizid ist, wenn sich einer umbringt

Eine lange, lesenswerte Stellungnahme von jemanden, der seinem Leben beinahe ein Ende bereitet hätte.

Tolle Rechnung!

In Berlin gibt es im Westen wie im Osten einen Laden in dem Koch- und Küchenbegeisterte ihren Spaß haben. Natürlich gibt es dieser Art mehrere Läden in der Stadt – aber die hier sind besonders sympathisch. Das coledampf's CulturCentrum. Da war ich gestern mal wieder und habe schon einmal für Weihnachten Research betrieben, als auch Artikel A. gleich mitgenommen.

Und diese bezaubernde Rechnung mit politischem Statement erhalten (bitte von ganz oben lesen):



Bei Klick auf's Bild wird's größer!

2009-11-17

Liebe zu einem unbekannten Kind …

ist wohl bei strömenden Regen ohne Schirm, ohne Mütze, ohne irgendwas zum Schutz (ich) gemeinsam mit Mütze und Regenschirm (Minimensch) an einer Ampel an einer kleinen Straße zu stehen und so zusammen die komplette Ampelphase abzuwarten in der wirklich keines aber auch überhaupt kein einziges Auto, nicht einmal ein doofer Radfahrer unseren Weg kreuzt.

Wäre nett, würde mich das Muttertier heute in ihr Nachtgebet einschließen.

2009-11-16

Falls Ihr je gefragt habt …

was die da in Berlin eigentlich den ganzen Tag lang machen:



(aus dem Tagesschau-Blog)

2009-11-15

Verteiler

Herr Julius hat seine Zutaten für die diesjährige Blogkochshow '09 schon verteilt, ich so gut wie:



Bei den Walnüssen bin ich mir noch nicht ganz sicher, weil die Entscheidung für den Nachtisch heiß oder kalt noch nicht gefallen ist. Die Vorspeise steht indes und lässt sich gut vorbereiten (bei mehrgängigen Menüs finde ich es sehr praktisch, den einen oder anderen Gang vorbereiten zu können), wird aber den Großteil des Budgets verschlingen. Nun denn, den Wein haben unter diesen Umständen die Gäste mitzubringen.

Das Budget … könnte ich ja leicht strecken, wenn ich noch einen Gast mehr einlade … *rechne*

2009-11-14

Blogkochshow 2009

Nachdem Herr Spontiv letztes Jahr völlig überraschend die Blogkochshow 2008 ins Leben gerufen hatte, an der ich sehr beglückt, begeistert, hellauf erfreut und mit allem Elan und Begeisterung teilgenommen hatte und zudem noch über genügend Energien verfügte, Frau Jekylla von ihren eigenen Kochkünsten zu überzeugen, hat er sich auch dieses Jahr wirklich nicht lange schlagen lassen, um eine Neuauflage ins Leben zu rufen.

Vorgestern kam mein Päckchen bei mir an …



gefüllt mir grandiosen Zutaten



die ich alle sehr mag: Grapefruit, Rohrzucker, Vanilleshote, Gelantine und Walnußkerne sowie Mohrrüben – alles handgestreichelt und bei Vollmond geerntet (Bio-Spätkauf in Dresden, Herr Spontiv? Doll!) wie Herr Spontiv berichtet.

und die motivierende Bedienungsanleitung:



Wir müssen jetzt also mindestens einen am besten auch bloggenden Gast zu uns zum Essen einladen! Dürfen maximal 15 Euro für das Menü (wenn zu zweit) ausgeben, haben alle Zutaten zu verwenden – bis auf eine – aber das fällt mir dieses Jahr nicht ein, weil gar kein Curry dabei ist. Herauskommen muss ein dreigängiges Menü, das der Gast unbedingt überleben sollte, denn er sollte hinterher sein persönliches Statement zum kulinarischen Erlebnis abgeben können.

Alle Kochvorgänge haben dokumentiert und gebloggt zu werden – das alles unter dem diesjährigen Motto (Frau Jekylla, das ist Ihres!):

„Kreative Experimente“

Deadline ist der 29.11.2009. Weitere Teilnehmer sind die charmante Frau Indica ; die küchentechnisch gesehen naturblonde Frau Jekylla; der Mann, der die Mohrrüben verbacken wird, The Exit; der grandiose northerndelight; der tapfere Herr Julius (wehe er backt Plätzchen, dann haben alle verloren!)xtextexte und die charmante mutige Frau Bhuti sowie natürlich der ulitmativ begabte Gastgeber Herr Spontiv.

Bin ich aufgeregt! Ich habe mindestens für jeden Gang ganz viele Ideen! Und Fragen: wer kommt zum Essen? Und was ziehe ich an?

Und was haben wir diese Woche …

sonst noch gelernt?

„Sprich nicht hintenrum Schlechtes über jemanden, wenn Du es ihm vorne herum ins Gesicht sagen kannst.“

Wie immer ist es eine Frage von Mut oder Feigheit. Ich war noch nie zu feige, um mein Versagen offen einzugestehen. Und ich hatte auch noch nie ein Problem damit, meinen Kopf rollen zu sehen, wenn sich damit in Zukunft Ungerechtigkeiten gegen Dritte vermeiden lassen. Bevor ich käuflich werde, bleibe ich lieber Gerechtigkeitsfanatikerin.