2013-05-22

Stehe eben …

… bei Kaiser's (nicht meine Apostrophidee!) an der Bäckertheke und gucke gemütlich auf eine Waschmaschine, die im Hintergrund läuft. So schön mit schaumigen Wasser, das immer wieder an der Fensterscheibe hochtanzt – nur dass das Bullauge groß und eckig ist.

Waschmaschine? Denke ich und langsam dämmert mir, dass hier irgendwas nicht zusammen passt. Ich will schließlich Kaisers's (Hah!) Kruste und nicht gekochte Wäsche. So sehe ich zum ersten Mal, dass sich diese Öfen, die die dort installiert haben offensichtlich voll automatisch reinigen. Mit Wasseranschluss und Schaumreiniger.

Fehlt nur noch der Bäckermeister im engen Tanga lasziv die Scheiben polierend.

Strange! Was es nicht alles gibt.

2013-05-20

So einfach ist das.

Den Bruder angerufen und zum Geburtstag gratuliert. Der mir erzählt, seine Tochter, meine Nichte, 11, hätte „Herzlichen Glückwunsch” zu ihm gesagt. In ihrer eigenen Sprache. Da hätte er geweint.

Meine Nichte wird nie in der hiesigen Sprache „Herzlichen Glückwunsch” sagen können. Und sie tut es dennoch. So einfach ist das nämlich.

Wir pfeifen in dieser Familie auf die Normen!

Gedanken für eine anonyme Bekannte aus Kiel

Liebe anonyme Kommentatorin,

entscheiden kann sich jede Frau selbst, ob sie ihr Leben mit sinnvollen und guten Tätigkeiten ausfüllen möchte. Oder eben nicht.

Ich für meinen Teil versuche meine Aufgaben so zu erledigen, dass ich sie mit meinem Namen unterzeichnen möchte. Mich hinstellen und für das, was ich tue, gerade zu stehen mit meiner Identität, erscheint mir als sinnvoll. Alles andere kann ich lassen, wegen zu großem Bullshit-Faktor. So aber kann ich Lob empfangen für das, was man tut. Oder kann Kritik lesen, die mich mich weiter entwickeln lässt. Die meisten Menschen in meiner Umgebung leben und agieren ebenso.

Dann gibt es Menschen, so wie Du, die tun Dinge, schreiben Sachen auf, die sie selbst im Vorfeld bereits als so minderwertig erachten, dass sie das mit ihrer wahren Identität nicht verknüpfen wollen. Du heißt dann in einem Medium wie diesem Internet lediglich „Anonym”. Du bist als „Anonyme” sehr sicher zu unterscheiden von den anderen „Anonymen”, die aus technischen Gründen sich irgendwo nicht einloggen können, dafür aber mit einem Namen unterschreiben.

Du negierst also Dein eigenes Tun im Vorfeld, verachtest Deine Aussonderungen selber so, dass es für Dich selbst nicht einmal für einen Namen reicht. Ein bisschen sehr armselig ist das schon. Von der Lebenszeit, die Du damit destruktiv vergeudest ganz abgesehen.

Das ist schon traurig. Nun gut, bei manchen Frauen jenseits der 40, ist leider nicht mehr im Leben als Frust, Suff, das mündet dann oft in Boshaftigkeit. Das ist eben so, kennt man ja. Blöd ist nur, dass Du Dich als Frau morgens im Spiegel betrachten und waschen und Dich irgendwie gut finden sollst, obwohl Du so viel Scheiße absonderst. Ich stelle mir das tierisch anstrengend vor. Aber das ist nun Dein Metier.

Daher mach ruhig weiter, wenn Du sonst halt nicht mehr kannst als trollen: dann kannst Du eben nicht mehr.

Liebe Grüße
Deine creezy

2013-05-14

Es gab heute …

Milchreis. Mit Apfel- oder Rhabarberkompot. Und Kartoffelpuffer. Morgen gibt es Bootsfahrt. Auf Kasse.

Nicht fragen.*

(*Ging so. Nicht so schlimm, wie befürchtet – aber ausreichend ulkig.)

2013-05-13

So kurz …

… vor der morgigen Einweisung in eine Klinik, habe ich derzeit dieses eine Problem: das Gefühl nämlich, mir würde es super gehen. Das ist natürlich eine impertinente Lüge und lediglich äquivalent zum altbekannten Phänomen „Zahnschmerz, der wie von selbst verschwindet, hat man endlich den Zahnarzttermin und sitzt man auf dessen Behandlungsstuhl.”

An der Stelle bleibt mir natürlich die Vermutung auszusprechen, dass wir womöglich enorm viel Geld diesem Gesundheitssystem ersparen könnten, bekäme man deutlich schneller Arzttermine oder Plätze in Kliniken zugewiesen? Oder auch nicht.

Whatever. Ich bin ein bisschen angespannt, zickig, übellaunig, ängstlich, sorgenvoll und griesgrämig. Ich habe heute früh, als ich einen Termin absagen musste und mir anhören musste, das sei jetzt aber doof, richtig rumgepflaumt. Laut. Tue ich sonst nie. Fühle mich dummerweise jetzt auch nicht besser, sonst würde ich das Rumpflaumen sehr gerne in mein Repertoire aufnehmen. Beziehungsweise das Rumpflaumen selbst fand ich total super – aber dass man damit eine andere Person klein macht, ist unangenehm im Nachgang und ist auf jeder Ebene verbesserungswürdig.

Pflaumen. Kann es sein, dass heute ein Tag ist nur für Milchreis mit Zucker, Zimt UND Pflaumenkompott?

2013-05-12

Bundestagswahl

Seit Jahren gehöre ich zu den Wählern in diesem Land, die längst schon nicht mehr mit voller Überzeugung einer Partei die Stimme geben können. Seit Jahren wähle ich nur noch das kleinere Übel.

Das werde ich in diesem Jahr erstmals nicht tun. Ich werde zur Wahl gehen. Und werde meinen Stimmzettel ungültig machen.

Meine Stimme ist eine wichtige Stimme und diese hat keine dieser Parteien verdient. Und ich möchte nicht mehr zurückbleiben nach einer Wahl und die folgenden vier Jahre ein schlechtes Gefühl mit mir herumtragen, wie ich es seit mindestens zwanzig Jahren nur noch tue.

Deutschland, ich winke dankend ab!

[Edit: Ich habe dieses Vorgehen für mich vor ca. drei Tagen entschieden. Mich erstaunt wie groß die Änderung in meinem Alltag ist, die ich dadurch erfahre. Ich weiß, ich kann den Wahlkampf, das leere BlaBla ignorieren; die immer wiederkehrenden Lügen werden mir dieses Mal nicht erzählt, weil ich nicht hinhören muss und erstaunlich schnell nicht mehr tue. Wer mich kennt, weiß, dass ich sicher alles nur kein unpolitischer Mensch bin. Dieser Mensch fühlt sich seit drei Tage frei und fähig entspannt durchatmen zu können, weil ich das kommende Schmierentheater abgewählt habe. Mittlerweile bin ich fast positiv gestimmt (den persönlichen Umständen angepasst.) Das tut merkwürdig gut, diese meine Bürgerpflicht bewusst an den Nagel zu hängen.]

2013-05-11

Die Vorstellung …

… Du bist ein Mann und stehst vor dem Altar und dann kommt dieses Kleid auf Dich zu:



Da siehste vermutlich Dein künftiges Leben im Zeitraffer und weißt Bescheid.

2013-05-10

Äh …?

OS X bricht neuerdings Ordnerkopiervorgänge komplett ab, wenn das vorletzte Foto nicht kopiert werden kann und negiert die zuvor kopierten 2,5 GB? Nix mehr mit „Kann nicht kopiert werden. Mit Kopiervorgang fortfahren?”

Echt?

Was ist das denn bitteschön? Ein rückwärts laufendes Feature?